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Direktversicherung: Aktion! Betroffene gesucht!!!

- von ADG

Welche Summen sind den Kranken- + Pflegekassen zugeflossen durch die nachträgliche Verbeitragung der Auszahlungsbeträge aus Direktversicherungen?

Nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) vom 01.01.2004 sind auf die Auszahlungssummen von Direktversicherungen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zu entrichten. Dabei wird die Auszahlsumme auf einen Zehn-Jahres-Zeitraum (120 Monate) umgelegt. Aus dem entsprechenden
Monatsbetrag sind die Beiträge (max. bis zur Beitragsbemessungsgrenze) zu entrichten.
Die Aktion demokratische Gemeinschaft (ADG) betrachtet die nachträgliche Belastung von Kapitalzahlungen aus Lebensversicherungen (z.B. Direktversicherungen) als einen Vertrauensbruch. Nicht zuletzt wegen der dadurch reduzierten Rendite hätten bei Bekanntsein dieses Umstandes bei Vertragsabschluss viele Betroffene diese Form der Alterssicherung nicht gewählt. Obwohl das Bundesverfassungsgericht am 07. April 2008 eine Verfassungsbeschwerde zur Beitragspflicht zur gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) bei Kapitalzahlungen aus Lebensversicherungen nicht angenommen hat, weil ihr angeblich keine verfassungsrechtliche Bedeutung zukommt, möchte die ADG mit einer Abfrage untersuchen, welchen Grad der Betroffenheit das GMG für die Versicherungsnehmer zur Folge hat.

Wenn Sie betroffen und bereit sind, Ihre individuellen Vertragsdaten anonym an die ADG weiterzugeben, tragen Sie dazu bei, dass die ADG einen Querschnitt der tatsächlich vorliegenden Belastungen ermitteln kann. Je mehr Betroffene bereit sind, einen Fragebogen auszufüllen, desto aufschlussreicher wird das Ergebnis.

ACHTUNG: Seit 25.03.2010 ist leider keine Teilnahme mehr möglich, da die Erfassung abgeschlossen ist und die Auswertung kurz vor der Veröffentlichung steht.


ADG = „Ein Zusammenschluss von engagierten Bürgern für eine lebenswerte Zukunft in einem schlanken und sozial gerechten Staat”

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=3374
Quelle: ADG-Forum Dezember 2009