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Schrebergarten kann nicht schaden

20.08.2009 - von Hanne Schweitzer

Heute in der Essener Innenstadt. Gut, es war heiß, aber die meisten Geschäfte waren gut gekühlt. Das nutzte allerdings nur den wenigen noch vorhandenen VerkäuferInnen. Kundinnen waren selten zu sehen, Kunden überhaupt nicht. Wie der Kölner-Stadt Anzeiger am 25.6.2009 meldete, besitzen bundesweit nur noch 809.700 Menschen mehr als eine Million Dollar. Die brauchen nichts zu kaufen, die haben schon alles.

Die Zeiten werden härter. Ein Drittel aller Industriefirmen in D plant im nächsten Jahr Entlassungen. Das bereits verkündete Ende der Wirtschaftskrise wird auf sich warten lassen. Wohl dem, der dann Schnittlauch und Kartoffeln im eigenen Garten und Großeltern hat, die wissen, wie man einweckt und Obstbäume oder Beerensträucher so schneidet, dass sie viel Ertrag abwerfen! Und wie man Bienen anlockt!

Bei einer Erwerbsbevölkerung von rund 40 Mio. in D. entspricht ein Wirtschaftsrückgang von 7% rund 2,8 Mio. Beschäftigten, die "zu viel" sind. Schon heute arbeiten 1,2 Mio. Menschen in Kurzarbeit, die spätestens 2010 auslaufen soll. Thesen zur nächsten Zukunft des Kapitalismus von Conrad Schuhler beim isw: Warum der Kapitalismus nicht am Ende ist, aber die Krise erst recht nicht. Link

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2822
Quelle: labournet 20.8.09