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DAAD praktiziert Altersdiskriminierung

02.03.2009 - von J.G.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bevorzugt bei der Auswahl von Lektoren für ausländische Hochschulen sogenannte "Nachwuchskräfte bis zu einem Höchstalter von 35 bzw. 40 Jahren".

Die renommierte Organisation DAAD finanziert sich fast ausschließlich mit Mitteln des Bundes und der EU. Da sollte man doch erwarten dürfen, daß die rechtlichen Vorgaben des Bundes (AGG) und der Europäischen Union (Gleichbehandlungsrichtlinie) beachtet werden. Dieser eklatante Fall von Altersdiskriminierung zeigt erneut, daß Diskriminierungen wegen des Lebensalters in Beruf und Beschäftigung ein selbstverständlicher Bestandteil dieser Gesellschaft sind und so gut wie niemand daran Anstoß nimmt.

Auf seiner Webseite hat der DAAD Lektorate/Fachlektorate in Brasilien, Chile, Großbritannien, Indien, Indonesien, Malaysia, Mexiko, Namibia, Russische Föderation, Südafrika, Thailand, Togo, Türkei und Ungarn ausgeschrieben. Das
Veröffentlichungsdatum war der 25.02.2009. "Die Lektorate werden bevorzugt mit Nachwuchskräften bis zu einem Alter von 35 Jahren in Nord-, West- und Südeuropa bzw. 40 Jahren in den übrigen Ländern besetzt", heißt es in der Ausschreibung.

Ausserdem: Welche Erklärung gibt es vom DAAD wohl für die Tatsache, dass DAAD-BewerberInnen für die "übrigen" Länder fünf Jahre älter sein "dürfen" als BewerberInnen für Nord-, West- und Südeuropa??

Link: http://altersdiskriminierung.org/themen/artikel.php?id=2083
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung