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Was macht die ARGE

27.08.2008 - von B. G.

Die ARGE Schwäbisch Gemünd soll älteren Arbeitslosen, insbesondere Frauen, folgendes Schriftstück mit folgender Überschrift zur Unterzeichnung vorgelegt haben: "Erklärung zur Arbeitsbereitschaft" mit der Abfrage, ob weiterhin eine Beschäftigung gesucht werde und die Bereitschaft zur Übernahme eines 1,00 EUR-Jobs bestehe.

Alternativ kann angekreuzt werden: "Ich bin nicht mehr bereit jede Tätigkeit anzunehmen und möchte Arbeitslosengeld II unter erleichterten Bedingungen beziehen." Diesem Vordruck ist als Anhang beigefügt ein "Auszug aus § 65 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)", wonach es heißt:

"... (4) Abweichend von § 2 SGB II haben auch erwerbsfähige Hilfebedürftige Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes, die das 58. Lebensjahr vollendet haben und die Regelvoraussetzungen des Anspruchs auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes allein deshalb nicht erfüllen, weil sie n i c h t a r b e i t s b e r e i t sind und nicht alle Möglichkeiten nutzen und nutzen wollen, ihre Hilfebedürftigkeit durch Aufnahme einer Arbeit zu beenden..."

Bei Unterzeichnung dieses Vordruckes gibt es die erwähnten Erleichterungen, nämlich - abweichend von den sonst geltenden Regelungen - sich selbst nicht mehr um eine neue Beschäftigung bemühen und die diesbezüglichen Aktivitäten dem Leistungsträger nicht mehr nachweisen zu müssen.

Dafür gibt es eine "Belohnung" in Form von mehr Urlaub sowie größeren Freiräumen bis zur Wiedervorstellung.

- Superlösung, oder? -

Abgesehen davon, dass die ARGE wenig bemüht scheint, in Arbeit zu vermitteln, ist die Frage nach der Geeignetheit und Kompetenz der Mitarbeiter eine wichtige Frage.

Und so sieht es aus: Da sitzen junge Leute, plustern sich auf, wollen ihren Kunden etwas erzählen, und sind mitunter nicht in der Lage, die Berufsprofile richtig zu ermitteln bzw. einzustellen. Dann gibt`s eben aus diesem Grund schon keine Arbeit.

Hinzu kommt ein ständiger "fliegender" Wechsel des Personals- was soll da rauskommen?

Und wenn man dann bedenkt: Die ARGE ist ein Unternehmen, welches - im Gegensatz zu anderen Unternehmen - auf Grund der staatlichen Vorgaben - Geld verdient, dann bleibt einem doch fast die Luft weg.

Und das Alles geht so weiter, der Name bleibt Harz IV, unbeschadet dessen, dass es auf dieser Ebene auch etwas zu revidieren/regulieren/korrigieren etc. gäbe.

Man nennt das Lobby!

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2306
Quelle: Mail an das Büro gg. Altersdiskriminierung