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Landesseniorenvertretung NRW tagte in Bottrop

23.04.2008 - von Jülicher Seniorenrat, Hanne Schweitzer

Am 23. April 2008 fand in Bottrop die Mitgliederversammlung der Landesseniorenvertretung NRW e.V.
statt. Gewählt wurde von den ca. 100 Anwesenden ein neuer Schatzmeister und zwei neue Beisitzer. Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, sprach sich für die Arbeit der Seniorenvertretungen insbesondere für ein Miteinander der Generationen und gegen Altersdiskriminierung aus.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung von Landesnachweisen als Auszeichnung für Projekte und Aktivitäten der Seniorenvertretungen durch Minister Laschet und die Vorsitzende Dr. Uta Renn. Projekte der Seniorenvertretungen aus Bielefeld, Bottrop, Köln und Siegen wurden ausgezeichnet. Mit dem Landesnachweis wird bürgerschaftliches Engagement in NRW dokumentiert und gewürdigt. Fünf weitere Auszeichnungen werden von der Landesseniorenvertretung in den Regionalseminaren in diesem Jahr noch vergeben.

Gemeinsam widmeten sich Vorstand und Mitglieder am Nachmittag aktuellen Fragen und Problemen der Altenpolitik. 10 Anträge wurden mit Aufträgen an den Vorstand verabschiedet. Schwerpunktthema der LSV NRW in diesem Jahr ist der Verbraucherschutz für und mit älteren Menschen in NRW. Zudem wird der Themenbereich Ältere Migrantinnen und Migranten gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretung in Nordrhein-Westfalen (LAGA) weiterentwickelt.

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Was Sie gerade gelesen haben, ist eine Veröffentlichung des Presseamts der Stadt Jülich. Bemerkenswert ist, dass der Seniorenbeirat dort so ernst genommen wird, dass sich z.B. das Büro gegen Altersdiskriminierung dort über die Sitzung der Landesseniorenvertrung NRW informieren kann. Ursache: Die Jülicher Seniorenbeiratsmitglieder Frau Booz und Herr Müller vertraten den Jülicher Beirat nicht nur am 23. April in Bottrop, sondern stellten der städtischen Pressestelle auch den obigen Bericht zur Verfügung.
Auf der Webseite der Landesseniorenvertretung NRW sind keine Inhalte über die Mitgliederversammlung zu finden.

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Was ist ein Landesnachweis NRW?
Es handelt sich dabei um ein Stück Papier, ein sogenanntes Zertifikat, mit dem das Land NRW bürgerschaftliches Engagement würdigt. Bescheinigt werden im Ehrenamt erworbenen Fähigkeiten,
belegt werden fachliche und soziale Kompetenzen von ehrenamtlich Tätigen.

Der Landesnachweis ist Anerkennung für das oftmals über Jahre geleistete Engagement. Er kann ehrenamtlich Aktiven aus allen Bereichen des sozialen Ehrenamts ausgestellt werden, unabhängig davon, ob sie in der gesundheitlichen Selbsthilfe, in Frauenprojekten, in der Jugendarbeit, in der Pflege, in der Arbeit mit Seniorinnen und Senioren oder anderen sozialen Feldern aktiv sind.

Die Initiative zum Landesnachweis wird von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden in NRW unterstützt.

Der Landesnachweis enthält Informationen über die Trägerorganisation, die Ehrenamtlichen und ihr Einsatzfeld, eine allgemeine Tätigkeitsbeschreibung sowie eine Danksagung. Auf Wunsch der Ehrenamtlichen kann der Nachweis ergänzt werden, beispielsweise um konkrete Angaben zur Tätigkeit und den besonderen persönlichen Leistungen. Hierzu gehören die erworbenen Fähigkeiten bzw. Schlüsselqualifikationen. Dies sind zum Beispiel Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und Abstraktionsvermögen sowie besondere Leistungsfähigkeit und kaufmännisches Wissen. Auch handwerkliche, pädagogische und psychologische Fähigkeiten oder das Organisationstalent der ehrenamtlich Aktiven können im Landesnachweis aufgeführt werden.

Ehrenamtlich Tätige erhalten den Landesnachweis von ihrer Organisation, ihrem Verein oder ihrer Institution. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtpflege, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz und die Freiwilligenzentralen und -agenturen, um nur einige zu nennen, können den Nachweis ausstellen.

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=1767
Quelle: diverse