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EU-Kommission will besseren DiskriminierungsSchutz

03.03.2008

Da es auch jenseits der Bereiche Arbeit und Beschäftigung zu Diskriminierungen kommt, ist die EU-Kommission entschlossen, sich dafür einzusetzen, die Unterschiede in den Schutzniveaus soweit wie möglich abzubauen. Auf europäischer Ebene besteht ein unterschiedliches Schutzniveau für die verschiedenen Diskriminierungsgründe. Während der Schutz bei Diskriminierungen aus Gründen der Rasse und der etnischen Herkunft sowie aus Gründen des Geschlechts sehr weit geht, nämlich sowohl Situationen im Bereich vpn Arbeit und Beschäftigung als auch Diskriminierungen im Bereich des Zugangs zu Gütern und Dienstleistungen umfasst, ist der Schutz für die Gründe Alter, Behinderung, sexuelle Orientierung und Religion weniger weit. Er umfasst lediglich die Bereiche Arbeit und Beschäftigung sowie den Diskriminierungsschutz bei Massengeschäften.

Das will die EU-Kommission nun ändern. Es soll nicht mehr länger Diskriminierungen 1. und 2. Güte geben. Jede Diskriminierung ist von Übel, egal aus welchem Grund.
Die EU-Kommission +überlegt deshalb, die derzeit bestehende Hierarchisierung (die durch die EU-Richtlinien geschaffen wurde), aufzuheben.

Ein hohes Schutzniveau für alle Gründe sei, so die Kommission, ein wichtiger Faktor des europäischen Sozialmodells und trüge dazu bei, den allgemeinen Lebensstandard zu heben, und den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt sowie die Solidarität zu stärken.

Kommt die Kommission, die sich zur Zeit im Procedere einer "vertieften Folgenabschätzung" befindet, zu dem Schluss, dass die Vorteile eines vergrößerten Schutzes die Nachteile überwiegen, und würde sich daraus ergeben, dass sie gesetzliche oder sonstige Maßnahmen vorschlagen möchte, dann, ja dann würde sie diese noch in diesem Jahr unterbreiten.

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=1972
Quelle: EU-Kommission