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Arbeitsagentur diskriminiert auf meine Kosten

02.01.2008 - von Rita Martens

Ich bin seit dem 1.7.2004 arbeitslos, nach 38 Jahren Vollzeitbeschäftigung. War 28 Jahre in meiner letzten Firma beschäftigt und nachdem ein neues Management kam, wurde beschlossen, die "alten, teuren Mitarbeiter" zu entlassen.

Habe 2 Jahre Arbeitslosengeld 1 bezogen, keine neue Arbeit gefunden,war da ja schon 54 Jahre alt, das Arbeitsamt konnte mir in der Zeit auch nicht helfen!!!

Seit dem 26.8.06 bekomme ich keine finanzielle Unterstützung mehr vom Arbeitsamt und lebe seitdem von meinen Ersparnissen (die eigentlich f.meine Rentenzeit gedacht waren) und dem Lohn meines Mannes, der als Schichtarbeiter beschäftigt ist. Wir haben/mußten alle Kosten kürzen/stoppen, wie z.B. sparen f.d. Lebensversicherungen et.

Habe über ein Jahr nichts vom Arbeitsamt gehört, weder Angebote bekommen, noch irgendwelche Hilfe z.B. in Sachen 50 plus etc.

Inzwischen habe ich einen Minijob für mtl. 300,-- € in einem Teeladen, bin dort sehr zufrieden und plötzlich bekomme ich ständig Aufforderungen von der Bundesagentur f. Arbeit, ich solle mir endlich einen sozialversicherungspflichtigen Job suchen ... Heute bekam ich ein Schreiben von dieser Stelle, ich müßte gemäß § ... rückwirkend ab 10.10.07 mindestgens 3 Bewerbungen wöchentlich nachweisen, um nachzuweisen, daß ich wirklich arbeitssuchend bin.

Hallo, ich bin 57 Jahre alt und finde wirklich nur Nebenjobs bzw. Minijobs. Die scheiß Bundesagentur f. Arbeit will doch nur ihre Statistik beschönigen, damit die Merkel Recht hat mit ihrer Meinung, der Aufschwung ist endlich angekommen bei dem Volk. Ich kann das nicht bestätigen,die Frau und ihre Patei ist abgehoben und hat überhaupt keine Ahnung, was bei den "Alten" Arbeitslosen los ist.

Ich bekomme nur Nebenjobs angeboten, 7,-- € bzw. als Putzfrau habe ich auch schon für 5,80/Std. gearbeitet.

Wer kann mir Tipps geben, wie ich mich gegen diese Behördenwillkür wehren kann, denn die Bundesagentur f.Arbeit will mich raus haben aus ihrer Statistik als Arbeitssuchende, selbst kann sie mir nicht einen vernünftigen sozialversicherungspflichtigen Job besorgen, also soll ich mich möglichst ab sofort nicht mehr als arbeitssuchend melden und schon gibt es wieder eine Arbeitssuchende weniger.

Bei meinem letzten Besuch bei der Bundesagentur f. Arbeit wurde mir auch nahgelegt, doch mit 60 Jahren schon in Rente zu gehen. Tja, mit 18 % Abschlag, das mag unsere Regierung. Da hat man fast 40 Jahre malocht und eingezahlt und dann soll man bitte schön ganz schnell von der Bildfläche verschwinden, denn man wird ja nicht mehr gebraucht ... Wer kann mir Tipps geben, wie ich mich gegen diese Behördenwillkür wehren kann??? Ich bin stinksauer!!!

Quelle: Mail an das Büro gg. Altersdiskriminierung