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Ö: Frauen sollen länger arbeiten

Österreich - 22.11.2007 - von Martin Fritzl

Österreich ist neben Polen das einzige Land in Europa, in dem Frauen schon mit 60 in Pension gehen können.

Wie "Die Presse" am 21.11.2007 berichtete, trägt sich ÖVP-Klubobmann Schüssel mit dem Gedanken, Frauen über 60 die Weiterarbeit zu ermöglichen. Auch der Sozial"experte" Bernd Marin sieht keinen vernünftigen Grund mehr dafür, dass Frauen in Österreich mit 60 Jahren in Renten gehen können.

Der "Vorstoß" für eine Angleichung des Pensionsantrittsalters von Männern und Frauen, der immerhin eine Verfassungsänderung erfordert, soll so bald wie möglich erfolgen. Vor allem zählt Marin die höhere Lebenserwartung von Frauen, und die Frauen- und Altersdiskriminierung als Grund für seinen Vorstoß auf.

Er folgt damit dem ÖVP`ler Wolfgang Schüssel, der zuvor in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ mehr Flexibilität des Pensionsalters gefordert hatte.

Was Anfang der 90er-Jahre als Schutz für Frauen galt, das niedrigere Pensionsalter sei heute nur noch bedingt so zu sehen.

Laut Marin können Frauen aber schon heute zu Gericht gehen, wenn sie mit 60 zwangspensioniert werden, obwohl sie weiterarbeiten möchten. So hat der Oberste Gerichtshof Österreichs in einem Fall entschieden, dass eine Kündigung unzulässig war, weil die betroffene Frau dadurch keine Möglichkeit hatte, die notwendigen Beitragsjahre für die Höchstpension zu sammeln.

Frauenministerin Doris Bures (SPÖ) sprach von einem „unerhörten Angriff auf die Frauen.

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