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Antidiskriminierungsstelle im Internet - Fehlanzeige.

28.08.2007 - von elba

Was auf dieser unserer Webseite seit langem moniert wird, zuletzt am 18.8.07, was in der Frankfurter Rundschau bemängelt wurde und in Privatgesprächen sowieso, hat nun ebenfalls "kobinet" auf den Plan gerufen:

"Über ein Jahr nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sucht man immer noch vergeblich nach ausführlichen Informationen über die Antidiskriminierungsstelle, die im Rahmen dieses Gesetzes beim Bundesfamilienministerium eingerichtet wurde."

Das ist leider nicht richtig, werte Kominetler. Die Stelle wurde nicht im Rahmen des Gesetzes eingerichtet, sondern als Folge. Damit wird eine Forderung aus der Rahmenrichtlinie 78 der EU umgesetzt.

"Wo finde ich Informationen über die Antidiskriminierungsstelle im Internet?" Dieser Frage gehen immer mehr benachteiligte Menschen in Deutschland nach.
Gut ein Jahr nach Inkraffttreten des AGG hat es zwar schon über 2.000 Anfragen (nicht Anfragen werte Kobinetler, sondern Kontakte!) bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und seiner Leiterin, Dr. Martina Köppen gegeben, aber umfassende Informationen im Internet sind nach wie vor Fehlanzeige. Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das für die Einrichtung der Stelle zuständig ist, findet man zwar die Rubrik "Antidiskriminierungsstelle", doch lesen interessierte BürgerInnen dann: "In Kürze finden Sie hier ausführliche Informationen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und zur Antidiskriminierungsstelle des Bundes." Aus der angekündigten "Kürze" ist mittlerweile allerdings eine ziemliche "Länge" geworden, so dass man gespannt sein darf, wann der Internetauftritt der Antidiskriminierungsstelle freigeschaltet und welche Qualität er haben wird.

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2203
Quelle: kobinet, 28.8.07