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Alzheimerkranke Menschen sind keine Verbrecher!

Österreich - 22.07.2007 - von Dr. U. Gogela

Sehr geehrter Herr Sozialminister Buchinger! Sehr geehrte Frau Justizministerin Berger! Als pflegende Angehörige einer Alzheimer kranken Mutter habe ich Herrn Sozialminister Buchinger im März 2007 um ein Gespräch, sowie um Hilfe bezüglich Auszahlung des Pflegegeldes an meine Mutter gebeten.

Weder bekam ich den erbetenen Gesprächstermin noch Hilfe bezüglich Pflegegeld. Herr Minister Buchinger hat meinen Brief, in dem ich mich infolge Pflege bedingter Sorge und Übermüdung im Datum geirrt habe, weitergeleitet an das Arbeits- und Sozialgericht Wien.

Auf Grund des Datumsfehlers soll meine Mutter, die von ihrer kleinen Witwenpension kaum leben kann, nun 13 000 Euro Pflegegeld, (das sie in dieser Summe gar nicht erhalten hat), zurückbezahlen.

In dieser extremen NOTSITUATION habe ich als Sachwalterin meiner Mutter an das Gericht Wien Josefstadt einen Antrag auf Freigabe der Ersparnisse meiner Mutter gestellt. Das Gericht hat diesen Antrag bisher nicht bewilligt.

Soll meine Mutter verhungern? Wer wird dann bestraft? Die Tochter, die vor Erschöpfung und Sorge nicht mehr ein und aus weiß??? Wir sind keine Bettler! Meine Mutter hat für das Alter gespart. Ihre Ersparnisse stehen ihr zu!

Alzheimer kranke Menschen und pflegende Angehörige sind keine Verbrecher! Als solche werden sie aber vom Gericht behandelt! Sollen wir in den Selbstmord getrieben werden?

Dr. Ulrike Gogela

Ergeht nachrichtlich an:
Frauenministerin Bures
Barbara Stöckl- Help TV
Volksanwalt Madeleine Petrovic
Büro gegen Altersdiskriminierung

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2097
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung