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FDP zu Barrosos Kritik an AGG

16.12.2006

Zu den Äußerungen des EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso, Deutschland habe die viel kritisierte Antidiskriminierungsrichtlinie der Europäischen Union weit komplizierter umgesetzt als von Brüssel vorgeschlagen, erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Jörg VAN ESSEN:

Die Äußerungen des EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso zur deutschen Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie sind ein Schlag ins Gesicht der Bundesregierung. Eine so deutliche Kritik an der bürokratischen Umsetzung bestätigt erneut alle Warnungen und Befürchtungen der FDP-Bundestagsfraktion:

Das Gesetz ist praxisuntauglich, fördert die Bürokratie und schadet den Gruppen, die es eigentlich schützen soll. Erste Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Senioren und Behinderte zu Vorstellungsgesprächen nicht mehr eingeladen werden, weil die Arbeitgeber mögliche Haftungsansprüche nach dem Antidiskriminierungsgesetz fürchten. Damit verhindert dieses Gesetz Arbeitsplätze und trägt erst Recht zur Diskriminierung der betroffenen Gruppen bei. Die FDP behält sich vor, alle parlamentarischen Möglichkeiten in dieser Frage zu nutzen.
(Sat, 16 Dec 2006 13:26:02 +0100)

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2182
Quelle: businessportal