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1,5 Mio. Briten streiken gegen Rente mit 65

Großbritannien - 29.03.2006

Der gestrige Streik der britischen Kommunalangestellten hat schnell Wirkung gezeigt:
Tony Blairs Vize bot den Gewerkschaften "Gespräche" an.
Hatten zunächst Regierung, Kommunen und Medienwirtschaft auf eine Schlappe der Gewerkschaften gesetzt und am frühen Morgen des 28. März entsprechende Meldungen über geringe Beteiligung lanciert, so brach diese Taktik schon im Laufe des Vormittags zusammen, als für jedermensch spürbar wurde, dass tatsächlich weit über eine Million
Kommunalangestellte in den Streik getreten waren.

Kernpunkt der Auseinandersetzung ist die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalter auf 65 Jahre und die Abschaffung der "Rule 85". Diese besagt, dass Kommunalangestellte in Rente gehen können, wenn ihr Lebensalter plus die Anzahl ihrer Arbeitsjahre insgesamt 85 ergibt.
Die Angestellten der Kommunen fordern für sich die gelichen Rechte, die Tony Blair den Staatsangestellten bereits zugestanden hat: Das Pensionsalter liegt bei 60 (sechzig) Jahren!


Eine kleine Materialsammlung zum Streik in Großbritannien finden Sie unter "Kommunalstreik" vom 29. März 2006:

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=1283
Quelle: Labournet, 29.3.06, FAZ 29.3.06