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Google entgeht Prozeß wg. Altersdiskriminierung durch Vergleich

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23.07.2019 - von H.S.

Um die Sammelklage wegen Altersdiskriminierung über 40Jähriger BewerberInen zu beeenden, stimmte Google in San Jose am 19.7.2019 dem Vergleichvorschlag eines Bundesrichters zu. Googel bzw. Alphabet Inc. zahlt eine Entschädigung von 11 Milionen Dollar. Davon kassieren die Anwälte 2,75 Mio. Dollar, der Rest wird verteilt unter den insgesamt 227 Arbeitnehmer, die sich der Klage angeschlossen hatten. Jeder Kläger und jede Klägerin erhält damit von Google eine Entschädigung wegen Altersdiskriminierung von 35,000 Dollar..

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, gehört es zum Vergleich, dass Google seine Manager und Mitarbeiter in Fragen von Altersdiskriminierung schulen und ein Gremium zur Untersuchung von Beschwerden gegen Altersdiskriminierung einrichten muss.

"Altersdiskriminierung ist ein Thema, das in der Technologiebranche angegangen werden muss, und wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Fall eine faire Regelung für unsere Klienten erreichen konnten", sagte Daniel Low, ein Anwalt des Verfahrens, in einer E-Mail.

Google hatte zu seiner Verteidigung gesagt, die BewerberInnen seien nicht vorsätzlich diskriminiert worden, dass Unternehmen verfüge über geeignete Maßnahmen gegen jede Art von Diskriminierung, und die ArbeitnehmerInnen hätten nicht die erforderliche technische Eignung nachweisen können. Die Personaler des Unternehmens hatten sie allerdings als "Googley" genug befunden.


Heath v. Google Inc., 15-cv-01824, U.S. District Court, Northern District of California (San Jose).

Link: Altersdiskriminierung: Sammelkalge gegen Google
Quelle: Bloomberg